Hinweise

HINWEISE ZUR STEUERUNG VON LEUCHTSTOFFLAMPEN

Zur Zeit stehen 5 Systeme der Lichtsteuerung von LS-Lampen zur Auswahl, die sich durch die verwendeten Vorschaltgeräte unterscheiden und eine dementsprechende Wahl der Lichtsteuergeräte erfordern. Die Vorschaltgeräte lt. Punkt 1+2 werden kaum mehr eingesetzt und sind nur Vollständigkeit wegen aufgeführt.

1) Konventionelle Vorschaltgeräte (KVG) mit Heiztransformatoren (oftmals kombiniert mit zusätzlicher elektronischer Zündimpulsüberlagerung) lassen sich sowohl Röhren mit 38mm als auch Röhren mit 26mm Durchmesser bis etwa 1% herunter (je nach Fabrikat) steuern. Es sind Leuchten mit KVG, Heiztrafo bzw. elektron. Zündgenerator erforderlich, Kompensation und Funkentstörkondensatoren nur parallel zum Netz zulässig, Grundlastwiderstand notwendig.
Verdrahtung zu den Leuchten: 4-adrig (L,N,PE,geregelte Phase)
Zu beachten ist, daß sich die Dimmer-Lastteile durch den ungünstigen cos phi der Leuchten nur mit 40% der Nennleistung belasten lassen (Dimmer 2kW = 800 W Leuchtstofflampen).

2) ältere Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) aus den Jahren ca. 1987-1993 benötigen keine Heiztransformatoren, jedoch bei Dimm-Einsatz oft ein KVG zusätzlich, welches als Filterdrossel benutzt wird. Es ist damit eine qualitativ hochwertige Steuerung bis etwa 30% herunter möglich.
Achtung: nicht alle EVGs sind dimmbar, bitte beim Hersteller rückfragen !
Verdrahtung zu den Leuchten: 3-adrig (geregelte Phase,N,PE)
Auslastung: Die Dimmer-Lastteile können zu 90% ausgelastet werden

3) Direkt steuerbare EVGs mit 10V-Schnittstelle benötigen keine Dimmer-Lastteile, da die Dimmung im EVG selbst erfolgt. Es sind nur Steuergeräte, aber keine Lastteile erforderlich. Diese EVGs erlauben eine hochwertige, völlig flackerfreie Steuerung bis etwa 1% herunter (je nach Fabrikat).
Verdrahtung zu den Leuchten: 3-adrig (L,N,PE) und 2-adrig für Steuerspannung 10V (zu jeder Leuchte !)
Achtung: manche ältere Fabrikate starten bei Anlegen der Netzspannung kurz mit voller Helligkeit und gehen erst dann langsam auf den gewählten Helligkeitswert.

4) Direkt steuerbare Digital-EVGs (Zumtobel / Luxmate / Tridonic) ähnlich wie Geräte 3), jedoch erfolgt Steuerung über digitale Befehle. Diese EVGs können mittels DSI-Modul (DSI-004), welches die Umsetzung des 1-10V Signales besorgt, auch mit allen Geräten gesteuert werden, die für EVGs mit 10V-Schnittstelle ausgelegt sind.
Regelbereich: etwa 1-100%, Verdrahtung wie unter 3)
Achtung: die Ein- und Ausschaltung der Digital-EVGs erfolgt softwaremäßig über das DSI-Modul, die EVGs bleiben ständig am Netz.

5) DALI - EVGs sind direkt steuerbare Digital-EVGs verschiedener Hersteller, ähnlich den EVGs lt. 4). Der entscheidende Unterschied besteht darin, daß einerseits zusätztliche Vorwahl-, Schalt- und Rückmelde-Funktionen in das System aufgenommen wurden, andererseits keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter besteht, weil viele europäische Hersteller dieses System unterstützen.

Regelbereich: etwa 1-100%, die EVGs bleiben ständig am Netz und werden softwaremäßig ein- und ausgeschaltet.

HINWEISE ZUR STEUERUNG VON NV-HALOGENLAMPEN + LEDs

Es stehen mehrere Systeme der Lichtsteuerung von NV-Halogenlampen zur Auswahl, die sich durch die verwendeten Transformatoren unterscheiden und eine dementsprechende Wahl der Lichtsteuergeräte erfordern:

1) Konventionelle, gewickelte Transformatoren sind problemlos mit dafür geeigneten Dimmer-Lastteilen zu steuern, die Lastteile können zu 90% ausgelastet werden.

2) Elektronische Transformatoren für Phasenanschnitt-Steuerung sind mit Standard-Dimmern steuerbar, die Lastteile können zu 90% ausgelastet werden.

3) Elektronische Transformatoren für PhasenABschnitt-Steuerung sind nur mit speziell dafür ausgelegten PhasenABschnitt-Dimmern steuerbar.

4) Direkt 10V-steuerbare elektronische Transformatoren benötigen keine Dimmer-Lastteile, da die Dimmung im Trafo selbst erfolgt. Es sind nur Steuergeräte, aber keine Lastteile erforderlich. Zu beachten ist, daß für die Steuerung eine 2-adrige Verdrahtung zusätzlich zur Netzversorgung benötigt wird.

5) DALI steuerbare elektronische Transformatoren und "DALI driver" sind ohne zusätzliche Teile über DALI-Befehle ansprechbar.


EINBAU- UND INSTALLATIONSHINWEISE FÜR TASTEN-STEUERGERÄTE

1) Geräte im Verteiler nicht direkt neben Schütze oder ähnliches Material mit starkem Magnetfeld setzen (Mindestabstand 20 cm)

2) Schütze, Relais und Motoren erzeugen bei Ein- und Ausschaltung teilweise sehr starke Impulse, die bei ungünstiger Verdrahtung auf die Steuergeräte einwirken und dort unerwünschte Schalt- oder Regelvorgänge auslösen können. Daher: möglichst keine Steuerleitungen gemeinsam mit Leitungen zu Schützen, Relais und Motoren verlegen. Oft hilft auch Abblocken des Impulses mit einem Kondensator (ca. 0,1 - 0,3 uF / 250 V AC) parallel zur Spule oder Motor.

3) Bei langen Steuerleitungen ( > 20m ) und / oder Gefahr eines hohen Störpegels sollten die Steuerleitungen geschirmt ausgeführt werden.

4) bei starken, induktiven Lasten am selben Netzstrang ist die Netz-Versorgung der Steuergeräte mit Fein-Überspannungsableitern zu versehen.


EINBAU- UND INSTALLATIONSHINWEISE FÜR PHASENABSCHNITTDIMMER

1) PhasenABschnittdimmer haben eine wesentlich höhere Verlustleistung (ca.2-3%) gegenüber Phasenanschnittdimmern. Es ist daher unbedingt darauf zu achten, daß diese Verlustwärme abgeführt werden kann. Ganz besonders gilt dies bei Anwendungen, wo mehrere Abschnitt- dimmer in einem Verteiler montiert sind. Ausreichende Belüftung bzw.Ventilatorabsaugung wird dann notwendig.

2) Die in PhasenABschnittdimmern verwendeten Leistungselemente (MOSFETS und IGBTs) sind gegen auch nur kurz dauernde, hohe Überspannungen (Spikes), wie sie von starken, induktiven Verbrauchern verursacht werden, sehr empfindlich. Spikes erreichen Spannungswerte bis über 2000 V und können das Leistungselement trotz von uns vorgesehener Schutzmaßnahmen im ungünstigen Fall beschädigen. Bitte daher auch in der Installation einen Überspannungs-Feinschutz vorsehen.

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